Freifunk-Verein in Kelsterbach gegründet

Die Stadt der Vereine, wie Kelsterbach auch oft genannt wird, ist um einen weiteren Verein reicher: Am Donnerstag wurde in der Gaststätte „Zum Treffpunkt“ der Verein „Freifunk Kelsterbach“ gegründet. Das Ziel der Kelsterbacher Freifunker ist kein bescheidenes: Sowohl öffentliche Plätze als auch die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende sollen mit einem freien Internetzugang via WLAN versorgt werden.

Freifunk ist eine nichtkommerzielle Initiative, die sich dem Aufbau und Betrieb eines freien WLAN-Netzes widmet. Fast immer wird darüber auch der Zugriff auf das Internet ermöglicht. Dies geschieht kostenfrei und ohne Anmeldung, da die Freifunker mit dem Dienst kein Geld verdienen wollen. „Wir sind von der Idee eines freien Kommunikationsnetzes fasziniert.“,  erklärt Christian Hufgard, Sprecher des Vereins. „Auf der einen Seite schont man das schmale Volumen des Handy-Vertrags und als Betreiber eines Freifunk-Knotens hilft man anderen Menschen. Vor allem Asylsuchende leiden oft unter hohen Kommunikationskosten mit Freunden und Verwandten. Mit Freifunk kann ihnen einfach und unbürokatisch geholfen werden.“

Wie geht es weiter?
Die nächsten Schritte haben die Freifunker auch schon geplant. Anfang Oktober soll es eine öffentliche Informationsveranstaltung im Fritz-Treutel-Haus geben, zu der alle Stadtverordnete eingeladen werden. „Wir würden sehr gerne die Stadt als Partner an unserer Seite haben.“, so Hufgard weiter. „Gerade um öffentlichen Flächen wie die neue Stadtmitte oder den Graf-De-Chardonnet-Platz mit WLAN auszustatten wäre die Hilfe der Stadt sehr willkommen.“

Danach soll eine „Flash-Party“ veranstaltet werden. Dabei geht es weniger ums Feiern als darum, geeignete WLAN-Router mit der Freifunk-Software zu versehen. Das erfordere zwar nur ein paar Klicks, aber die machten mehr Spaß, wenn man sie zusammen durchführe, so Hufgard mit einem Augenzwinkern.

8 Antworten auf „Freifunk-Verein in Kelsterbach gegründet“

  1. Hallo, Freifunken ist eine tolle Idee! Eine Frage dazu: Mit meinem Smartphone und meinem Notebook habe ich es mal getestet – und es funktioniert. Was ich nicht verstehe, dass ich auf der Karte von Freifunk als Knoten geführt werde. Was bedeutet das konkret? Danke. Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang, du meinst, du hast ein Freifunk-WLAN genutzt und warst dann als Knoten auf einer Karte? Bei welchem Freifunk war das (Stadt)?

  2. Hallo ,
    danke für die schnellen Antworten! Freifunk Frankfurt/Kelsterbach. Hintergrund meiner Frage ist, dass Internet bei mir war extrem langsam, obwohl ich ein schnelles Internet habe. – Und werden bei der Nutzung von freifunk bei mir Cookies gesetzt? Denn wie wird mein Router „erkannt“, ebenso meine Adresse? Ich finde es nicht schlimm, aber erstaunlich, dass meine Adresse erscheint, obwohl ich keine Angaben dazu gemacht habe. VG Wolfgang

  3. Betreibst du selber einen Freifunk-Router oder nutzt du den eines anderen?

    Bei Nutzung eines anderen FF-Routers erscheinst du nirgendwo mit Adresse oder Namen. Betreibst du selber einen, kannst du den Standort eintragen, musst aber nicht.

    Freifunk-Router können eine Bandbreitenbegrenzung vornehmen (hier wird ja in der Regel eine gemeinsame Leitung geteilt), dadurch erscheint das „FF-Internet“ langsamer als die Leitung an sich.

    Cookies werden keine gesetzt, das geht auf dem Level gar nicht.

    1. Hallo, meines Wissens betreibe ich keinen Freifunk-Router, ich habe auch keine entsprechende Software runtergeladen bzw installiert. Ich habe mich lediglich mal bei ffm.freifunk eingeloggt, um die Funktion zu testen. Jetzt werde ich auf der Karte als Freifunk-Knoten geführt. Und meine Download-Geschwindigkeit ist auf auf ca. ca. 4.000 kbit/s runtergegangen. Bisher liegen diese zwischen 40.000-80.000. Meine Frage ist also, besteht ein Zusammenhang zwischen dem einloggen bei Freifunk und meiner anschließenden niedrigen Netz-Geschwindigkeit? D.h. kann irgend ein Nutzer unbemerkt meine Wlan-Ressourcen nutzten? VG Wolfgang

      1. Hallo Wolfgang,

        danke für unser Telefonat eben, in dem wir die offenen Fragen und Missverständnisse klären konnten. 🙂

        (für die anderen: Wolfgang ist Client eines FF-Routers und kein eigener Knoten. Natürlich ist sein eigenes WLAN von der Anmeldung bei einem anderen FF-Router nicht betroffen. Und was die Karte betrifft, das war einfach ein Missverständnis. :))

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